Sardinien: einsame Strände und geheime Buchten

Einsame Strände auf Sardinien. Sonnenuntergang

Die 5 ruhigsten Strände in Sardinien, unserer Meinung nach.

Sardinien ist eine von der Natur gesegnete Insel. Nur wenige Gebiete auf der Welt können so viele Traumstrände aufzählen wie diese magische Insel mitten im Mittelmeer.

Alle Strände Sardiniens unterscheiden sich durch einige Merkmale voneinander, die durch die Kombination wiederkehrender Elemente gegeben sind. Die einzigartige Farbe des Sandes, vom reinsten Weiß, durchs intensives Gold, bis zum Korallenrosa. Die Konsistenz des Strandes, der aus unfühlbarem Sand wie Puderzucker oder glatten Kieselsteinen wie Reiskörnern, oder sogar aus nacktem Fels bestehen kann. Die Farbtöne des kristallklaren Wassers, die zwischen Türkis, Tiefblau, Kobaltblau und Smaragdgrün variieren. Das Vorhandensein von Vegetation und mediterraner Macchia. Die Form der Bucht, Hufeisen, Halbmond, dünner Streifen zwischen zwei Meeren, länglich, rautenförmig oder wie zwei konvergierende Bögen. Das Vorhandensein von hohen Klippen, Granitfelsen, flachen Feldern, imposanten Dünen, Inseln und Inselchen in der Umgebung. Unzählige Kombinationen sind möglich, und es scheint, dass die Natur auf Sardinien alle ausprobieren wollte, als ob sie nicht sicher wäre, welche Bucht als König der Strände gekrönt werden sollte.

Einige Strände Sardiniens sind sehr beliebt und bekannt bei Touristen aus aller Welt, die sie regelmäßig besuchen; wie Cala Brandinchi in San Teodoro oder die berühmte La Pelosa in Stintino, oder Porto Giunco in Villasimius, nicht zu vergessen die Buchten von Ogliastra und die Strände des Maddalena-Archipels. Die Kehrseite dieses internationalen Ruhms ist, dass die schönsten und leicht zugänglichen Strände besonders in der Hochsaison ziemlich überfüllt sind. Heute möchten wir Ihnen einige einsame Strände Sardiniens vorschlagen, die gleichermaßen faszinierend, aber sicherlich weniger überfüllt sind. Wir sind uns sicher, dass sich die ganze Anstrengung und die lange Reise zu den Stränden lohnen werden.

Lesen Sie weiter, um die besten Buchten zu entdecken, in denen Sie das Meer und die Sonne in völliger Ruhe genießen, und das ganze Jahr über entspannen können.

Einsame Strände auf Sardinien. Sanddünen

Die ruhigsten Strände Sardiniens, auch im August!

Unten ist die Liste der laut uns 5 ruhigsten Strände Sardiniens:

  • Dune di Piscinas, Costa Verde, Arbus – Westküste.

Wir glauben, dass dieses Juwel der Costa Verde einer der „außerirdischsten“ Orte Sardiniens ist, dessen Dünen aus feinem goldenen Sand, die sich etwa 7 Kilometer landeinwärts erstrecken, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind. Es ist eine riesige Fläche von etwa 28 km², bedeckt mit majestätischen Sandhügeln, die sich dem glitzernden blauen Meer nähern. Sie werden ständig von kräftigen Meeres Winden bewegt und geformt. Angesichts der Weite, der Strand ist auch in der Hochsaison nicht überfüllt, und angesichts des Mangels an Häusern, Hotels oder anderen Strukturen, die Privatsphäre ist garantiert. Es genügt zu sagen, dass ein Teil des Ufers FKK-Anhängern vorbehalten ist und heute als der größte FKK-Strand Europas gilt. Wem diese Praxis nicht gefällt, der findet immer noch genügend Platz, um einen Sonnenschirm aufzustellen und sich in voller Ruhe zu entspannen.

Wenn Sie mit Ihren Kindern im Urlaub sind, raten wir zu größter Vorsicht beim Schwimmen. Die kleinen sollen nur unter strenger Aufsicht eines Erwachsenen, mit gut aufgeblasenen und festen Armlehnen um die Oberarme und nur bei völlig ruhiger See ins Wasser. Dies liegt daran, dass die Beschaffenheit des Meeresbodens und das Vorhandensein von Strömungen das Schwimmen unsicher machen. Das Wasser ist sofort tief und der Meeresboden besteht aus großen Stufen, die bald ins offene Meer abfallen. Darüber hinaus könnte das Vorhandensein von Winden die Wellenbewegung verstärken: der Strand ist nicht umsonst sehr beliebt und wird das ganze Jahr über von Surfern frequentiert. Die Wildheit des Ortes, die an ozeanische Umgebungen erinnert, mahnt zu größter Vorsicht. In Anbetracht dieser Eigenschaften empfehlen wir den Strand eher Erwachsenen, abenteuerlustigen Paaren, sowie Wasser- und Extremsportlern, anstatt an Familien mit Kindern.

Wir sprechen von einer Landschaft von solch wilder Schönheit, dass sie Ihnen den Atem rauben wird. Es befindet sich in einem abgelegenen und unberührten natürlichen Kontext. Kein Zufall, dass die Location von international renommierten Künstlern und Regissäure als Set von Filmen und Videoclips ausgewählt wurde. Piscinas wird von National Geographic unter den schönsten Stränden der Welt aufgeführt. Auf den Dünen wachsen üppige Pflanzenarten der mediterranen Macchia, die schöne Kontraste zwischen dem Gold des Sandes, dem Blau des Meeres und dem Grün der Vegetation schaffen. Nicht weit von der Küste entfernt gibt es kleine Wälder mit Olivasterbäume, Wacholder und Mastixbäume. Im Frühling blühen einige Blumen auf den Dünen. Hin und wieder springt ein scheues sardisches Damhirsch hervor. Das zoologische Highlight stellt jedoch das Laichen von Meeresschildkröten dar, ein Wunder, das man mit allen Mitteln schützen muss.

Mehrere Straßen führen zu den imposanten Dünen von Piscinas. Die abenteuerlichste Route beginnt in Montevecchio an: Sie müssen auf der SP4.18 / SP66 fahren. Wir raten jedoch davon ab, diese Route außer mit einem Geländewagen, einem 4x4 oder einem großen Enduro-Motorrad zu fahren. Es ist ein Schotterweg, mit mehreren Kurven bergab, was an manchen Stellen etwas gefährlich ist. Sie müssen mit äußerster Vorsicht fahren, da auf mehreren Kilometern der Karrenbahn keine angemessenen Absperrungen und Schutzvorrichtungen vorhanden sind. Die Fahrt erfolgt auf eigene Gefahr! Aber es ist auch eine ziemlich eindrucksvolle Route, da sie ein wunderschönes Berggebiet mit alten stillgelegten Bergwerken durchquert, deren Ruinen noch sichtbar sind. Aufschlussreich sind die vielen Straßenschilder, die den Alt! markieren, indem sie daran erinnern, dass das Gebiet gesperrt und off-limits ist.

Schließlich müssen Sie das Geisterdorf Ingurtosu überqueren, das Teil des Historischen Umweltgeomining-Parks der Region Sardinien ist, wo Sie sich wie in einem alten Wildwestfilm fühlen werden. Von hier aus geht der Weg kurz und steil runter zu den alten rostigen Kutschen und verlassenen Eisenbahnwaggons, die die in den Minen abgebauten Mineralien zum Einschiffungspunkt direkt am Strand transportierten. Nicht weit vom Meer entfernt gibt es einige Kioske-Restaurants und Sie können auch Strand- und Sportausrüstung mieten. Es gibt sogar einen ausgestatteten Wohnmobilbereich in der Nähe. Sobald Sie den Strand erreichen, der von bis zu 60 Meter hohen Sanddünen umgeben ist, fühlen Sie sich wirklich weit weg von der modernen Zivilisation und dem Alltag. Genießen Sie diesen stressfreien Moment. Schalten Sie alle elektronische Geräte aus und atmen Sie die salzige Meeresluft ein.

  • Li Mindi, Badesi – Nordküste.

Zwischen Castelsardo und Santa Teresa di Gallura, an der Nordküste Sardiniens, einem Anbaugebiet für den berühmten Vermentino wein, liegt Badesi. Es ist ein kleines Zentrum mit einer starken touristischen Seele, das kilometerlange wunderschöne Küsten und Sandstrände bietet. In diesen Gebieten kann der Mistral gnadenlos wehen, was vielen Windsurfern und Wellensurfern bekannt ist. Tatsächlich wird die Küste das ganze Jahr über von Extremsportlern besucht.

In Badesi Mare finden Sie sicherlich einen abgelegenen Strand, an dem Sie in sicherem Abstand zu anderen Badegästen liegen können. Unter der ausgedehnten Küste von Badesi heben wir Li Mindi hervor. Es ist ein breiter, klarer Strand, der aus einer Mischung aus feinem Sand und gröberen Körnern besteht. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste, und wird von Dünen aus sehr feinem Sand gesäumt, auf denen knorrige und aromatische Wacholderbäume wachsen, spektakulär und choreographisch. In diesen Breiten fließt der Coghinas, einer der größten Flüsse Nordsardiniens. Es beherbergt verschiedene Vogelarten entlang seines Verlaufs und schafft ein empfindliches Ökosystem, das für Biologie- und Vogelbeobachter sehr interessant ist.

  • Su Tingiosu – Westküste.

In diesem Fall handelt es sich um mehr als einen einzigen Strand. Wir reden um einen einzigartigen und abgelegenen Ort an der Westküste Sardiniens, genauer gesagt auf der Halbinsel Sinis. Die Gegend ist ziemlich berühmt für all die Orte von historischem und archäologischem Interesse, die im Gebiet von Cabras eingeschlossen sind, wie Mont'e Prama und Tharros, sowie für den schönen Strand Is Arutas aus Quarzkörnern. Su Tingiosu ist in der Tat der Name für hohe Kalksteinfelsen, die das kristallklare Meer überblicken. Die weißen Klippen sind etwa zwei Kilometer lang und winden sich zwischen dem Strand von Mari Ermi im Gebiet von Cabras und den Felsen südlich des Küstenortes s’Arena Scoada im Gebiet von San Vero Milis. Aus etymologischer Sicht leitet sich der Name wahrscheinlich vom Begriff „tignosu“ ab, was im lokalen Dialekt „arm“ bedeutet.

Die Klippen, die an manchen Stellen 25-30 Meter hoch sind, wirken bei Sonnenuntergang aufgrund der intensiven Farben, die sie annehmen, sehr romantisch. Vor ihnen ist die flache Form der Insel Mal di Ventre zu erkennen, die Teil des Naturschutzgebiets der Sinis-Halbinsel ist und aufgrund verschiedener gesellschaftspolitischer Ereignisse in die Schlagzeilen gelangt ist. Der Meeresabschnitt gegenüber Su Tingiosu nimmt Schattierungen zwischen dem intensivsten Grün und Cyan an. Die Klippe kann in ihrer ganzen Länge überquert werden, dank eines Pfades, der von Wanderern und Mountainbikern geschlagen wird. Es eignet sich für Trekkingausflüge und kann mit kleinen Booten auf dem Seeweg erkundet werden. Hin und wieder finden Sie hübsche Sandbuchten, in denen Sie landen können, um das Meer in völliger Ruhe zu genießen, weit weg von allem und jedem. Wir schlagen vor, die Klippe auf der Suche nach Buchten bei Ebbe zu erkunden.

Mehrere Arten von Seevögeln nisten auf den Klippen, darunter Kormorane, die Vogelbeobachter anziehen. Es gibt auch interessante untergetauchte Höhlen, reich an Meeresfauna, ein großartiges Ziel für Taucher und Schnorchler.

  • Cala Domestica, Buggerru – Westküste.

Wir haben bereits über dieses Wunder der Natur geschrieben, als wir vorgeschlagen haben: „wo kann man auf Sardinien zum Strand gehen?“. Abgesehen davon, dass Cala Domestica wirklich schön ist, ist er auch ein ziemlich abgelegener Strand. Wieder einmal befinden wir uns an der Westküste. Es überrascht nicht, dass es die am wenigsten besuchte Küste Sardiniens ist. Die Bucht liegt südlich der Costa Verde und ist wahrscheinlich der schönste Ort an der gesamten Westküste, auch wenn die Konkurrenz groß ist. Das gesamte Gebiet ist eng mit der Bergbaugeschichte der Insel verbunden. In einer Steampunk-Kulisse sind noch Reste stillgelegter Bergwerke, Lagerstätten, Tunnel und beeindruckende Infrastrukturen erkennbar. Sie erzählen von einer vergangenen Zeit, in der im großen Bauch des Südwestens der Insel Mineralien abgebaut wurden. Heute gibt es in der wichtige Dienstleistungen, wie Lokale wo man essen kann, und Parkplätze.

Cala Domestica liegt etwa zwei Kilometer südlich von Buggerru. Bis in die 1940er Jahre legten Frachtschiffe mit Mineralien aus den Minen der Gegend von diesen Ufern aus. Einige Stollen, die in der Vergangenheit von Bergleuten gegraben wurden, sind noch erkennbar. Ein Tunnel verbindet den Hauptstrand mit einer kleineren, abgelegenen und romantischen Bucht von wilder und unberührter Schönheit namens „La Caletta“. Es kann auch durch Wandern auf den Felsen erreicht werden. Weiter oben auf der hohen Klippe steht ein Wehrturm aus spanischer Zeit, den man über einen von der Küste ausgehenden Weg erreicht, und von dem man eine unglaubliche Aussicht genießen kann.

Der Hauptstrand ist von einer großen Bucht umgeben, die von imposanten weißen Kalksteinfelsen geschützt wird. Hinter dem Strand wächst eine duftende mediterrane Macchia. Der Strand ist weich und eher hell, mit Schattierungen zwischen Weiß und Gold. Das Wasser, das die Küste umspült, ist transparent wie die Luft, und hat unglaubliche Schattierungen: von intensivstem Grün bis hin zu Kobaltblau. Der Meeresboden, der auch für Kinder geeignet ist, ist weich und sandig. Die Gewässer, die die Bucht überblicken, sind reich an kaleidoskopischer Meeresfauna und eignen sich hervorragend zum Schnorcheln. Eingebettet in einen solchen Kontext geht das Wissen über Raum und Zeit verloren, verzaubert von der wilden Schönheit eines solchen Paradies.

  • Cala Moresca und der Strand von Figarolo, Insel Figarolo, Golfo Aranci – Nordostküste.

Lasst uns zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Die Rede ist von Cala Moresca und dem direkt davor gelegenen Strand von Figarolo. Cala Moresca ist eine bezaubernde natürliche Bucht mit zwei Stränden aus feinem goldenen Sand, hinter der sich das grüne Vorgebirge von Capo Figari in der Nähe von Golfo Aranci erhebt. Davor steht die dreieckige Form der Kalksteininsel Figarolo. Die Bucht ist spektakulär dank der Transparenz des kristallklaren Meeres und seiner Schattierungen zwischen Smaragdgrün und Türkis. Es ist vom Zentrum von Golfo Aranci, einer Touristenstadt in der Nähe von Olbia, leicht zu erreichen. Die „Via Cala Moresca“, eine unbefestigte Straße, die entlang einer Bahnlinie läuft, fährt direkt vom Hafen ab. Lassen Sie Ihr Auto auf einem offenen Parkplatz stehen und gehen Sie die Strecke zu Fuß, die Sie von den Stränden trennt. Wir empfehlen Ihnen, nur das Nötige mitzubringen.

Fotobegeisterte können die Schienen entlang des Meeres nutzen, um eindrucksvolle Aufnahmen zu machen. Am Ende der Straße, unten rechts, befinden sich zwei geschützte Strände, umgeben von einem dichten Pinienwald, der in den heißesten Stunden Schatten bietet. Sie sind normalerweise nicht überfüllt, aber wenn Sie noch mehr Ruhe suchen, können Sie mit einem Boot den Meeresabschnitt überqueren, der Cala Moresca von der Insel Figarolo trennt. Auf der nordwestlichen Seite der Insel befindet sich ein V-förmiger Strand, der hauptsächlich aus weißen Kalksteinkieseln besteht und nur übers Meer erreichbar ist. Leicht anzunehmen, dass es sehr abgelegen ist! Der Ortsname Figarolo leitet sich von der Anwesenheit von Feigenbäumen ab. Es gibt auch andere bemerkenswerte Baumarten, wie uralte Olivenbäume und Steineichen. Trotz ihrer geringen Größe hat die Insel eine interessante Tierwelt, darunter Mufflons und Falken.

Wenn Sie gerne tauchen, ist der Meeresabschnitt zwischen Cala Moresca und den Figarolo Strand, aufgrund der Beschaffenheit des Meeresbodens und der Anwesenheit von bunten Fischen und anderen Unterwasserarten, ideal zum Tauchen und Schnorcheln.

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